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Die Happybrush-Gründer Stefan Walter (links) und Florian Kiener

Grün, faulig, lückenhaft: Für schöne Zähne war der Sänger der britischen Punk-Band Sex Pistols, John Lydon, nicht bekannt. Im Gegenteil: Seine schlechten Zähne verliehen ihm den Künstlernamen Johnny Rotten. Heute sieht es im Mund des 61-Jährigen deutlich besser aus. Das Münchner Mundpflege-Startup Happybrush war von dieser Verwandlung offenbar so beeindruckt, dass es ihn für ein PR-Video rekrutierte. In dem spricht Lydon darüber, wie wichtig Zahnpflege ist.

[contentad keyword=“adsensegs1″ align=“left“]Heute hat Johnny Rotten wieder Biss, auch wenn Happybrush-Bürsten daran wohl weniger Anteil hatten. Seine Geräte brachte das Startup im vergangenen Herbst zusammen mit Aufsteckköpfen und einer veganen Zahnpasta auf den Markt. Und das, obwohl es bereits zig Schallzahnbürsten gibt, etwa von Oral-B oder Philipps, die die Zähne mit Schall reinigen. Im Vergleich zu rotierenden Geräten verspricht die Technologie eine bessere und schonendere Reinigung für Zähne und Zahnfleisch, da sich der Bürstenkopf enorm schnell und fast unmerklich nach oben und unten bewegt. Die Zahnpasta wird durch die Vibration besonders gründlich verteilt.

Die Happybrush-Gründer Florian Kiener und Stefan Walter arbeiteten zuvor bei Procter & Gamble. Unter dem Dach des Konzerns sind Zahnpflege-Marken wie Oral-B oder Blend-a-med angesiedelt. „Wir haben uns aber den Markt angeschaut und gemerkt, dass sowohl optisch als auch technisch frischer Wind fehlt“, so Kiener. Ein Produkt, das die Zielgruppe der 18- bis 35-Jährigen anspreche, habe es nicht gegeben. Kiener und Walter gründeten daher ihr eigenes Mundpflege-Unternehmen.

Happybrush

Zahnbürsten-Minimalismus aus München

Ihr bisher einziges Produkt besitzt Unternehmensangaben zufolge eine vergleichsweise lange Akkulaufzeit von drei Wochen. Außerdem ist die Happybrush beispielsweise gegenüber Philipps-Bürsten relativ günstig: Das Zahnbürsten-Starter-Kit mit Ladestation, Aufsteckbürsten und veganer Zahnpasta kostet knapp 70 Euro. Bei der Verpackung der Aufsteckbürsten verzichtet das Startup nach eigenen Angaben auf Plastik und verwendet nur Kartonage.

Ein neues Produkt soll im Laufe des Jahres herauskommen, kündigt Stefan Walter an, bleibt aber vage. Man werde langfristig auch in das Segment der Kinder- und Smartphone-vernetzten Mundpflege einsteigen. Auch bei den Verkaufszahlen hält sich Walter bedeckt, sie seien aber seit dem Verkaufsstart im vergangenen Herbst konstant gestiegen, so der Gründer.

Zwei Finanzierungsrunden haben die Happybrush-Gründer schon hinter sich: Im Mai 2016 und Dezember 2016 kam ein insgesamt siebenstelliges Investment zusammen – unter anderem von den Dormando-Gründern und Matratzen-Unternehmern Dennis Schmoltzi und Manuel Müller.

So wirbt Happybrush mit John Lydon alias Johnny Rotten:

Bild: Mónica Garduño